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Erkrankt ein Zahn an Karies, muss die beschädigte Stelle entfernt und mit einer Füllung verschlossen werden. Doch welche Füllung empfiehlt sich für Sie? Wir stellen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Füllungsmaterialien vor – und sagen Ihnen auch, warum wir kein Amalgam mehr einsetzen.
In der modernen Zahnmedizin werden heute drei Materialien für Füllungen verwendet:
- Amalgam (erkennbar an der dunklen Färbung durch das Quecksilber),
- Komposit-Werkstoffe aus Kunststoff, die geklebt werden und
- Kompomere (Kunststoff plus Zementwerkstoffe).
Diese Materialien unterscheiden sich in Haltbarkeit, Kosten, gesundheitlicher Unbedenklichkeit und ästhetischem Aussehen.
Besonders der Werkstoff Amalgam ist in der Medizin heftig umstritten. Zwar ist das Material seit über 200 Jahren im Einsatz; Studien weisen jedoch auf einen engen Zusammenhang zwischen Allergien, Vergiftungssymptomen und der Anzahl der Amalgam-Füllungen hin.
In einigen Ländern – so zum Beispiel Schweden und Russland – sind Amalgam-Füllungen daher bereits verboten; Norwegen diskutiert ein entsprechendes Verbot.
Wir empfehlen deshalb zur Sicherheit unseren Patienten, sich bei Füllungen für ein so genanntes „Komposit-Material“ oder ein Keramik-Inlay zu entscheiden. Es ist eine Mischung aus einem Kunststoff und Keramik-Partikeln (Quarz) bzw. nur aus Keramik gefertigt.
Neben der gesundheitlichen Unbedenklichkeit sprechen auch ästhetische Gründe für den Werkstoff: Der Weißheits-Grad lässt sich dem Zahn anpassen, so dass die Füllung nicht ins Auge fällt. Kompomere sind dabei preisgünstiger, aber auch weniger haltbar und dunkler gefärbt. Der natürlichen Zahnfarbe am nächsten kommen Keramik-Inlays.
Einziger Nachteil: Komposit- Füllungen und Keramik-Inlays werden nicht voll durch die Kasse ersetzt; eine Zuzahlung des Patienten ist leider notwendig. Ausnahme: Sie haben bereits eine Quecksilber- Allergie entwickelt.
[STICHWORT AMALGAM] |
Zahnärztliches Amalgam entsteht durch das Vermischen von jeweils etwa 50 Prozent Quecksilber und einer Feilungsmischung. Diese Mischung setzt sich heute aus mindestens 40 Prozent Silber, maximal 32 Prozent Zinn, maximal 30 Prozent Kupfer, maximal 5 Prozent Indium, maximal 3 Prozent Quecksilber und maximal 2 Prozent Zink zusammen. Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt (ca. 50 Prozent) haben bereits sehr früh eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen bewirkt, die von der Verwendung von Amalgam als Füllungsmaterial ausgehen könnten. Es werden zwei verschiedene Mechanismen der Schädigung angenommen: Intoxikation (Vergiftung) und Allergie.
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